Reifen für Autos mit E-Antrieb

Spezielle Reifen können bei E-Autos wie dem Honda e die Reichweite erhöhen. Foto: Thomas Schreiner

Elektrisch betriebene Fahrzeuge stellen ­besondere Ansprüche – auch an ihre Reifen. Darüber hat sich die Industrie Gedanken

gemacht. Wie muss der perfekte Reifen für ein Elektroauto aussehen? Welche Eigenschaften braucht er? Wir haben mit Experten

gesprochen.

Während immer mehr E-Autos und Hybridfahrzeuge auf die Straßen rollen, arbeiten die Zulieferer an perfekten Lösungen für diese Antriebsformen. So auch die Reifenhersteller. „E-Autos haben besondere Anforderungen an ihre Reifen“, erklärt Klaus Engelhart, Pressesprecher von Continental. Sie würden einen niedrigen Rollwiderstand benötigen, damit die Reichweite groß ist. „Je niedriger der Rollwiderstand ist, desto weiter kommt das Auto.“ Da die Geräusche des Verbrennungsmotors im E-Auto wegfallen und damit das Abrollgeräusch hörbarer werde, solle der Reifen auch leise sein, ergänzt Stephan Rau, Technischer Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands der Kautschukindustrie e. V. (wdk). Durch das Gewicht des Akkus müsse auch die Traglast größer sein als bei konventionellen Reifen, meint Engelhart.

Dabei soll der Reifen für elektrisch betriebene Autos aber die gleichen Eigenschaften aufweisen wie für Pkw mit Verbrennungsmotor: gutes Handling und Abrollverhalten sowie kurze Bremswege. „Da gibt es immer Zielkonflikte in der Entwicklung, der Reifen muss möglichst ausbalanciert sein, damit man maximale Sicherheit im Straßenverkehr hat“, erklärt Engelhart. Rau spricht vom „Magischen Dreieck“: „Grundsätzlich sollen Reifen rollwiderstandsarm sein, gut bei Nässe bremsen und natürlich möglichst lange halten.“

Neue Technologie

Für reine E-Autos geht die Entwicklung hin zu schmalen und hohen Reifen – ähnlich wie damals bei der „Ente“ von Citroën. Durch sogenannte Tall-and-Narrow-Reifen könne der Kompromiss aus Reichweite und Sicherheit am einfachsten realisiert werden, erläutert Rau. Doch: „Die Tall-and-Narrow-Technologie ist nicht ideal für das urbane Umfeld, wo die größere Massenträgheit beim Stop-and-Go-Verkehr eher nachteilig ist. Dazu kommt, dass auch der Reifendruck wesentlich besser überwacht werden muss, um einen stets niedrigen Rollwiderstand zu gewährleisten und das hohe Batteriegewicht sicher zu tragen.“ Es gebe laut Rau nicht die eine Lösung in der Reifentechnologie. Derzeit sind kaum optische Unterschiede zwischen normalen Reifen und jenen für E-Autos zu erkennen. Die meisten Autohersteller würden momentan noch auf konventionelle Größen gehen, sagt Engelhart.

Wechseln beim Profi

Und wie sieht es mit dem Reifenwechsel aus? „Der Reifen- und Räderservice, der einen wesentlichen Einfluss auf die Sicherheit beim Fahren hat, sollte immer von einer Werkstatt durchgeführt werden“, erklärt Michael Breuer vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V. (ZDK). Bei E-Autos sei unter normalen Bedingungen zwar keine elektrische Gefahr zu befürchten, dennoch könne nicht ausgeschlossen werden, dass unter Spannung stehende Teile berührt werden könnten. In der Werkstatt müsse laut Breuer ein entsprechend geschulter Kfz-Mechatroniker den Reifenwechsel durchführen.

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