Das erwartet Sie auf der IAA 2019 in Frankfurt

Auf der IAA 2019 in Frankfurt werden einige bald verfügbare Elektroautos zu erwarten sein, hier der noch getarnte VW ID.3. Fotos: Hersteller

Traditionell waren auf der Automesse IAA nahezu alle namhaften Autohersteller vertreten. Doch der vom 12. bis 22. September stattfindenden Neuauflage haben mehr als ein Dutzend Marken eine Absage erteilt. Neuheiten gibt es dennoch zu sehen, wir zeigen eine kleine Auswahl.

Die Liste prominenter Abgänge auf der diesjährigen IAA ist lang: So haben die französischen Marken des PSA-Konzerns Peugeot, Citroën und DS ebenso abgesagt wie weitestgehend die japanischen Hersteller. Mazda, Toyota, Suzuki, Subaru, Mitsubishi und Nissan sind nicht dabei, einzig Honda hält die Fahne Nippons in Frankfurt hoch. Volvo schickt nur seine Elektro-Submarke Polestar. Kia kommt nicht in die Messehallen, auch der Fiat-Chrysler-Konzern wird nicht vertreten sein.

Angesichts dessen ergreift die IAA die Flucht nach vorne und will sich als Mobilitätsmesse positionieren. Auf einer eigens installierten dreitägigen Konferenz sollen – Zitat – „hochkarätige CEOs, Visionäre, Querdenker und inspirierende Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Wissenschaft, Politik und der internationalen Automobilbranche und Techszene“ über zukunftsorientierte Mobilität reflektieren: Künstliche Intelligenz, Infotainment, Smart Cities, Sharing-Economy – solche Dinge eben.

Wirklich elektrisierend?

Trotz alledem wird es auch wieder um Autos ­gehen. Zum Beispiel um solche, die strombetrieben den Markt jetzt elektrisieren sollen. Die wichtigste Ansage aus Japan ist der Honda E, ein rein elektrisch angetriebener Kleinwagen mit charmanter Retro-Aura. Der 2020 verfügbare Mini soll 110 kW/150 PS leisten und 200 Kilometer weit fahren. Der Preis dürfte bei vermutlich 35.000 Euro starten. Die noch kleineren Elektroflitzer der Mercedes-Tochter Smart präsentieren sich mit einem Facelift. Zudem könnte es etwas mehr Reichweite geben.

Von Seat sehen die Besucher den künftig ausschließlich elektrischen und in Details überarbeiteten Kleinstwagen Mii, der 260 Kilometer Reichweite bieten soll. Ebenfalls auf die Messe rollen seine beiden stromernden Schwestermodelle Citigo-e iV von Skoda und E-Up von Volkswagen – beide fortan ebenfalls ohne Verbrenner. Eine Klasse höher wird VW nicht die eigentlich erwartete Premiere der achten Golf-Generation feiern, sondern stattdessen die Serienversion des rein elektrisch angetriebenen ID.3 präsentieren. Das Kompaktmodell mit vanartiger Silhouette markiert den besonders konsequenten Aufbruch des Konzerns in die Welt der elektrischen Mobilität. Dem ID.3, der Reichweiten von 330 bis 550 Kilometern verspricht, wird in den kommenden Jahren eine Vielzahl technisch verwandter Derivate folgen.

Mit dem Cooper SE zeigt die britische BMW-Tochter Mini ihr erstes ernst gemeintes E-Auto. Teile der Technik stammen vom BMW i3, der Stadtflitzer soll über 135 kW/184 PS und einen 33-kWh-Akku verfügen. Auch bei Porsche stehen die Signale auf Strom. Kennzeichen dieser Neuausrichtung ist die Präsentation des Taycan, des ersten von Grund auf für die E-Mobilität gebauten Autos des deutschen Sportwagenherstellers. Rund 600 PS und 500 Kilometer Reichweite soll der Viersitzer ab Anfang 2020 bieten. Wesentlich geräumiger wird die batterieelektrische Version der V-Klasse namens EQV sein, die Mercedes-Benz vorstellt.

Für Opel besonders wichtig ist der neue Corsa, der auf einer PSA-Plattform aufbaut und um rund 100 Kilogramm erleichtert in der Basisversion unter einer Tonne wiegen wird. Für rund 30.000 Euro fährt der Kleinwagen als Corsa-e mit Strom. Mit Verbrenner startet der Corsa bei 13.990 Euro, auf Wunsch sind sogar Matrix-LED-Scheinwerfer und Achtgang-Automatik verfügbar.

Ausgebaut wird das Angebot an Plug-in-Hybriden. So kann das Publikum auf der IAA zum Beispiel den Opel Grandland X Hybrid4, den Skoda Superb iV und verschiedene Plug-in-Hybrid-Derivate bestehender Baureihen von Mercedes-Benz erleben.

Konventionelle Neuheiten

Weitere Entdeckungen gibt es in den Frankfurter Messehallen aber auch bei den konventionellen Antrieben zu machen. Neben den unvermeidlichen Hochleistungsprodukten der deutschen Premiumhersteller werden die Augen bei Audi auf zwei Modellen ruhen: Das SUV Q3 erhält nun eine Coupéversion mit angeschägtem Heck und die Kleinwagenbaureihe A1 wird um eine hochgelegte, robuster wirkende Variante mit Namenzusatz Citycarver erweitert. Bei BMW erlebt die dritte Generation des kompakten 1er ihre Premiere, die vieles anders macht als der Vorgänger. Unter anderem wurde der Neue auf eine Front- statt der traditionellen Heckantriebsplattform gestellt. Zudem wird es den zu Preisen ab rund 28.000 Euro bestellbaren Golf-Gegner nur noch mit vier Einstiegstüren geben. Ebenfalls zu sehen ist der frische 3er Touring. Und Mercedes-Benz zeigt sein neues SUV mit dem Kürzel GLB, das auf der gleichen Technikplattform steht wie der GLA, aber gut 20 Zentimeter länger ist und dementsprechend mehr Platz bietet.

Mit dem Puma stellt Ford ein hochbeiniges Derivat des Fiesta vor, von dem er auch die Dreizylinder-Benziner übernimmt. Als Besonderheit bietet der Puma ein neuartiges Kofferraumkonzept mit Staubox unter dem Laderaum. Fast wie eine XL-Version des Puma sieht die Neuauflage des Kompakt-SUV Kuga aus, dessen dritte Generation Anfang 2020 zu Preisen ab vermutlich rund 25000 Euro auf den Markt kommen soll. Hyundai schickt den neuen Kleinstwagen i10 auf die Messe, der sich nach Ansicht erster Skizzen optisch vom niedlichen Stadtfloh zum kleinen Muskelpaket wandelt.

Und zu guter Letzt von vielen mit Spannung erwartet wird der neue Land Rover Defender. Er soll sich wie sein Vorgänger durch besonders hohe Geländekompetenz auszeichnen, zugleich aber technisch und optisch deutlich moderner sein. Im März 2020 wollen die Briten mit dem Defender 110 loslegen.  

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