Bustour mit Michael Wenzel

Botschafts- und Residenzen-Bustour durch Bad Godesberg am 12. Juni 2018

Am Bahnhof Bad Godesberg begann unsere BusTour, in der uns der Spezialist und Insider-Buchautor Michael Wenzel, dessen Eltern langjährig zu den Ortskräften der portugiesischen Botschaft gehörten, aus der Fülle seines Detailwissens berichten und zeigen konnte, was aus den knapp 200 ehemaligen Botschaftsgebäuden und repräsentativen Residenzen/Villen in Bad Godesberg geworden ist. (Hinweis: das Wort ehemalige ist im folgenden Text etwa 100 mal weggelassen :-), auch wenn heute etwa 10 Gebäude immer noch leer stehen und 16 Gebäude noch oder wieder als Gästehäuser, Außenstellen der Berliner Botschaften oder als Konsulate genutzt werden). 

Über die B9 ging es zunächst zur Information auch unserer auswärtigen Gäste im Bus vorbei an der Ständigen Vertretung der DDR, der Botschaften Saudi-Arabiens (jetzt Baugrube), Lesothos und Japans, Tunesiens und Australiens am Hochkreuz zur immer noch leerstehenden Botschaft Syriens. Vorbei ging es am amerikanischen Viertel, den Botschaften Ungarns, des Vatikans, Südafrikas und Israels zur Rheinallee mit weiteren 9 Botschaften zur Kurfürstlichen Redoute. Die Redoute ist zusammen mit dem Ausbau der Draitschquelle der von Kurfürst Max Franz in 1790 gelegte Ursprung der Entwicklung Godesbergs zu einer Stadt der Altersruhesitze von Adelsfamilien und reicher Rheinischer und Bergischer Fabrikanten. Die Redoute diente dem Bundespräsidenten Heuss am Anfang als erstes Parkett für Staatsempfänge. 

Wir spazierten weiter über die Kurfürstenallee zur wiedereröffneten Chinesischen Botschaft, in der seit 3 Jahren wieder Besichtigungen möglich sind. Der dort wartende Bus brachte uns dann zur Kommende Muffendorf, der ehemaligen Belgischen Botschaft, heute eine exklusive Wohnanlage. Von dort ging es durch das südliche Rüngsdorf zur Amerikanischen-Botschaft, heute von Bundesämtern genutzt. Weiter ging es nach Mehlem, dort über die Rüdigerstraße vorbei an Residenzen und den Neubauten auf dem Gelände der Botschaft Türkeis hin zur Botschaft Südkoreas, der Villa Camphausen. Mit einem kleinen Imbiss empfing uns im luxuriösen Empfangsbereich der Leiter der heutigen Seniorenresidenz und berichtete von der Nachkriegsgeschichte bis heute. Spannendes Detail: in den 50er Jahren hatte in der Villa die Werbeagentur Fischerkoesen ihren Sitz und entwickelte dort u.a. die Werbung für HB mit dem HB-Männchen („wer wird denn gleich in die Luft gehen?“). 

Nach einem Spaziergang durch den riesigen Park der Villa mit seinem prächtigen Baumbestand brachte uns der Bus vorbei an etwa 20 weiteren Residenzen/Villen in Rüngsdorf über die Rolandstraße zur Neubebauung auf der Botschaft Frankreichs und zur letzten spannenden Station ins Rheinhotel Dreesen. Der Juniorchef empfing uns und berichtete aus der 120 jährigen Geschichte des Hotels, das nach der Beschlagnahme durch die Alliierten erst Anfang der 50er Jahre wieder als Hotel geführt werden durfte und dann 40 Jahre das bedeutendste Domizil für Bonnbesucher aus Politik und Wirtschaft und zahllose Botschaftsgäste war. Für manche Reisende ist neben der großartigen Lage die gut dokumentierte und 

bebilderte Geschichte des Hauses auch heute noch ein wichtiger Grund, im Hotel Dreesen zu übernachten. 

Wer mehr wissen möchte, lese nach bei: 

Michael Wenzel, Bad Godesberger Botschaften – Ein diplomatischer Reiseführer, 3. Auflage 2018, 12€, ISBN: 978 393 171 5090 

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